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Preis- und Bestands-Informationen in Echtzeit - ''Die Messlatte wird permanent ein Stück höher gelegt''

Axel Wieczorek, Schukat electronic, und Bao Ngoc An, Etit Systems, im Gespräch mit Karin Zühlke, Markt & Technik

Markt&Technik: Immer mehr Distributoren legen großen Wert auf eine schnelle Angebotserstellung – oder gar auf Echtzeitangebote und Überblicke à la Booking.com. Treibt der Kunde diese Anforderung oder der Wettbewerb unter den Distributoren – oder beide?
Axel Wieczorek: Dem Kunden schnell eine verlässliche Antwort auf seine Anfrage zu geben ist seit Langem in unserer Qualitätspolitik verankert. Wir messen Durchlaufzeiten und optimieren die Prozesse permanent. Die Digitalisierung treibt diese Entwicklung natürlich voran. Je schneller eine Frage beantwortet ist, desto schneller kann sich der Entscheider mit neuen Aufgaben beschäftigen. Wer zu spät kommt, hat oft das Nachsehen.

Bao Ngoc An, Etit Systems
''Am Ende entscheidet nicht allein der Preis, sondern auch die Reaktionsgeschwindigkeit der Auftragserteilung''
 

Und wie definieren Sie Echtzeit in diesem Fall?
Bao Ngoc An: Wenn der Kunde eine Anfrage über die API-Schnittstelle an den Distributor stellt, erwartet er, dass die Informationen bezüglich eines Bauelementes, wie kundenspezifische Preise, Verfügbarkeit und technische Daten, unmittelbar auf seinem Bildschirm erscheinen. Insbesondere die angezeigte Verfügbarkeit muss mit der tatsächlich verfügbaren Menge übereinstimmen. Dies wird durch die interne IT-Infrastruktur beim Distributor wie zum Beispiel Schukat sichergestellt, um die Erwartung des Kunden zu erfüllen. Rein technisch betrachtet definiert sich Echtzeit so, dass ein bestimmter Prozess, in diesem Fall die Bereitstellung der Informationen zu einem Bauelement, in einer definierten Zeit ausgeführt wird. In der Praxis kann dieser Prozess von wenigen Zehntelsekunden bis zu mehreren Sekunden dauern.

Axel Wieczorek, Schukat electronic
''Viele unserer knapp 800 EMS-Kunden wünschen sich den gewohnten Schukat-Service in Verbindung mit einer guten BOM-Software. Denn wo können sie ansonsten Teilmengen einer originalen Hersteller-VPE ab Lager zu diesem Preisniveau innerhalb von 24 Stunden bekommen?''

Sehen Sie in dem Wunsch nach Echtzeit oder Schnelligkeit einen Trend, der durch die aktuelle – pandemiebedingte – Digitalisierungswelle forciert wird?
Wieczorek: Ganz klar ja. Die Messlatte wird permanent ein Stück höher gelegt, und damit ändert sich auch die Erwartungshaltung vieler Kunden. Natürlich darf die Qualität dabei nicht leiden.
An: Auch bei etit systems gehen Trend und Kundenanforderungen ganz klar in Richtung Echtzeitinformation – das war bereits in der Zeit vor der Pandemie so. Ein EMS-Dienstleister muss dem Kunden auf eine Anfrage schnellstmöglich ein attraktives Angebot zur Verfügung stellen. Denn am Ende entscheidet nicht allein der Preis, sondern auch die Reaktionsgeschwindigkeit über die Auftragserteilung. Insbesondere bei Musterbaugruppen spielt der Faktor Zeit eine zunehmend wichtige Rolle, da in den technologischen Bereichen der Trend zu einer immer kürzeren Entwicklungsdauer und Time to Market deutlich erkennbar ist. Hinzu kommt, dass elektronische Anfragen die klassischen Arbeitsweisen wie Telefonanrufe und Anfrage per E-Mail sowohl aufseiten des Kunden als auch aufseiten des Distributors entlasten können. Das optimiert den Arbeitsprozess. Die genannte Digitalisierungswelle verstärkt und beschleunigt aus unserer Sicht den Wandel hin zu schnittstellenbasierten Anfragen wie Quoting-API und Ordering-API.

Gibt es eine Preisgarantie auf die BOM und, wenn ja, wie lange?
Wieczorek: Schukat steht dafür, dass wir eine hohe Verfügbarkeit ab Lager zu sehr fairen Preisen anbieten. Dennoch sind wir je nach Produkt natürlich sehr dynamischen Marktentwicklungen unterworfen und passen die Angebotsgültigkeit entsprechend an. Wie jedes Angebot basiert auch ein BOM-Angebot per API auf aktuellen Preisen, die Veränderungen unterliegen – je schneller der Kunde reagiert, desto sicherer sind Preis und Verfügbarkeit.

An welche Zielgruppen richtet sich Ihr Ad-hoc-BOM-Service?
Wieczorek: Die EMS-Industrie hat die Entwicklung von BOM-Tools initiiert und weiter vorangetrieben, insofern ist das sicherlich eine
unserer Zielgruppen. Hier werden täglich viele Angebote kalkuliert und Bauteile auftragsbezogen beschafft. Zudem gibt es aber auch viele Industriekunden, die eigene Produktlinien betreiben und von solchen Softwarelösungen profitieren können.

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Dieser Artikel ist in der Fachzeitschrift Markt & Technik 5 am 5. Februar 2021 erschienen. Um den kompletten Artikel lesen zu können, benutzen Sie bitte diesen Link.

© Schukat electronic 2021